Donnerstag, 8. März 2018

[Rezension] In my Dreams - Wie ich mein Herz im Schlaf verlor

 
In my Dreams- Wie ich mein Herz im Schlaf verlor -
(Claudia Siegmann)

 Einzelband
Format: Hardcover
Schutzumschlag: Nein
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 348
ET: 20. September 2017
ISBN: 978-3-473-40155-0
Verlag: Ravensburger
 






 Meine Probleme auf einen Blick:
1. Ich kann Geister sehen.
2. Ich träume jede Nacht, dass mein Zuhause in Flammen steht.
3. Ich habe angefangen zu schlafwandeln.
4. Und ich bin deswegen in Bens Armen aufgewacht ...


Mit übernatürlichen Dingen kennt Lu Runmore sich aus, schließlich spukt es in ihrem Zuhause, dem gemütlichen Hotel "Runmore Manor". Doch neuerdings träumt Lu jede Nacht von dem furchtbaren Feuer, das das alte Herrenhaus vor 111 Jahren beinahe zerstört hätte. Außerdem riechen ihre Haare ständig nach Rauch, an den Wänden tauchen merkwürdige Symbole auf, und Gegenstände aus Lus Träumen erscheinen in der Realität. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Ben, der nachts durch die Hotelgänge schleicht und Lu nicht aus den Augen lässt ...
(Quelle: Amazon)



Bei diesem Buch habe ich mich sofort ins Cover verliebt. Ich finde einfach alles großartig daran, die Silhouette (von Lu?), die Schnörkel, das Anwesen im Hintergrund und auch die Krähe. Alles passt perfekt zur Geschichte.

Der Schreibstil gefiel mir gut, leicht und locker, für jüngere Leser gut geeignet. Die Geschichte ist gut verständlich, hatte für mich zwischendurch ein kleines Tief, konnte aber dann wieder überzeugen.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Gerade die Protagonistin Lu konnte ich sehr ins Herz schließen. Ben schien auf den ersten Blick wie der typische Romanheld/-lover, aber mit der Zeit entwickelt auch er attraktive Ecken und Kanten. Keine Angst, es gibt keine dramatischen und völlig überzogene Geheimnisse, er ist ein ganz normaler süßer Junge.
Besonders toll und außergewöhnlich waren für mich die "Stammgäste" des Hauses. Denn im Runmore Manor leben drei Geister, die einst im Feuer um kamen. Sophie, das Hausmädchen, und Thomas, der Stallbursche, sind sehr sympathisch und treue Seelen. Der Lord allerdings, ist äußert cholerisch und zunächst furchtbar ätzend. 

Die Geschichte ist süß geschrieben, ein tolles Jugendbuch. Spannung, wenig Drama, etwas Gefühl und wunderbare Charaktere. Zwischenzeitlich, etwa nach dem ersten Drittel, hatte ich ein kleines Tief. Die Geschichte zog sich ein wenig, ich brannte auf viele Antworten auf meine Fragen und Spekulationen, und es ging mir nicht schnell genug. Aber nach etwas Geduld wurde ich nicht enttäuscht. Es ging fesselnd weiter und die Story wurde richtig rund. Bis zum Ende blieben manche Geheimnisse noch ungeklärt und konnten dadurch die Spannung aufrecht erhalten.
Das Ende gefiel mir gut, allerdings hätte es noch ein kleines bisschen mehr Pep haben können, quasi das i-Tüpfelchen. Auch Bens Reaktion im Zusammenhang zu seinem Vater fand ich fade und etwas unglaubwürdig. Dieses Geheimnis, falls es wirklich eines gab, hätte ich gerne noch gelüftet.

Insgesamt eine sehr runde Geschichte, welche schöne Lesestunden beschert. Allerdings ist es eher kurzweilig.




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