Samstag, 2. Dezember 2017

[Rezension] Der Fährmann

Der Fährmann
(Christopher Golden)

* Werbung * Rezensionsexemplar * Gewinn *

Einzelband
Format: Hardcover
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 364
ET: 1. März 2017
ISBN: 978-3-946330-01-1
Verlag: Buchheim







Die Ebenen der Realität verschieben sich, als ein uralter Mythos auf furchtbare Weise lebendig wird. David und Janine, die nach einem quälenden Verlust wieder zueinander finden, müssen sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und den brüchig gewordenen Glauben an sich und ihre Welt wiederfinden.

Intelligenter Horror mit emotionalem Tiefgang von Christopher Golden, einem der vielseitigsten
Autoren des Genres.

Kongenial illustriert von John Howe, bekannt für seine Visualisierungen der Werke J.R.R. Tolkiens
und sein Mitwirken an Peter Jacksons Film-Trilogie Der Herr der Ringe
(Quelle: Buchheim-Verlag





Seit der Frankfurter Buchmesse und dem Buchalarm-Stand wollte ich dieses Buch so sehr. Dieses Cover hatte sofort meine Aufmerksamkeit und ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Auch die Illustrationen verleihen dem Buch ein mystisches Gefühl.
Um so mehr freute ich mich, als sich dieses Buch in meinem Gewinnpaket befand.

Leider wurde meine Euphorie schnell gedämpft. Meine hohen Erwartungen wurden leider nicht erfüllt und ich muss gestehen, ich bin enttäuscht.
Der Schreibstil ist gut, man findet schnell in die Geschichte. Leider war der Gruselfaktor im Vergleich zum tragische-Liebesgeschichte-Faktor minimal. Ich hatte ein Buch voller Horror, wie es das Cover verspricht, mit einer Liebesgeschichte am Rande oder zumindest in gleicher Stellung erwartet. Leider war es eine eher kitschige Geschichte mit einem Hauch Horror.

2/3 der Geschichte drehte sich nur um die Protagonistin, ihre unerfüllte Liebe und ihre Gefühlswelt. Mir war das einfach zu viel. Hin und wieder gab es einen Abschnitt in dem der Fährmann einen kleinen Auftritt hatte, meist aber nur angedeutet. Immer wenn ich dachte "Wow jetzt gehts los" war es auch schon wieder vorbei.
Die Protagonistin sind an sich interessant, aber der Fokus lag mir dann doch zu sehr auf ihnen und weniger auf dem Drumherum. 

Insgesamt gab es gruselige Momente, Horror (so wie es der Buchrücken verspricht) habe ich allerdings nicht gefunden. Zwischenzeitlich dachte ich sogar, der Fährmann wäre nur eine psychische Einbildung der Protagonisten um ihrer Gefühlswelt eine Figur zu geben, und keine konkrete Person. Dies hat sich aber zum Glück nicht bestätigt.

Gegen Ende geht die Action dann endlich mal los, konnte mich aber, nachdem ich mich vorher durch die Seiten quälte, nicht mehr richtig mitreißen.

Insgesamt wurden leider meine Erwartungen in keinester Weise erfüllt. Statt Horror fand ich nur eine Lovestory mit leichtem Gruselelementen. Ich hätte mir eine Geschichte erhofft, nach der man Nachts Angst bekommt, die einen Monster im Schatten vermuten lässt, leider hat sie mich eher kalt gelassen.

Zumindest macht das Buch optisch einiges her. Das Cover finde ich, wie oben erwähnt, richtig genial. Auch der schwarze Buchschnitt ist sehr stimmig. Besonders die Illustrationen von John Howe machen das Buch zu etwas besonderem. Sie waren wohl der Grund warum ich beim Lesen durchgehalten habe.
Sie sind auch der Grund warum ich 3 Zweige vergebe, ansonsten müsste ich das Buch schlechter bewerten. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, mir war es einfach zu emotional. Ich habe wohl dem Cover mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem Klapptext.







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