Montag, 17. Juli 2017

[Rezension] Lass mich fliegen wie die Kirschbaumblüten






   Lass mich fliegen wie die Kirschbaumblüten   
(Jo Jonson)

Einzelband
Format: Taschenbuch
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 355
ET: 15. Mai 2017
ISBN: 978-3-96173-010-0
Verlag: Eisermann












In ihr hatte sich so vieles verändert, dass sie kaum glauben konnte, dass zwischen gestern und heute nicht ein ganzes Leben lag ...
Jillians Leben scheint perfekt. Das lebensfrohe Mädchen wächst in einer liebevollen Familie auf, kennt keine Sorgen und hat schon in früher Kindheit in dem Nachbarsjungen Jonas ihren besten Freund gefunden. Jonas bringt Jillian die Ruhe, die sie braucht und erfährt in ihrer Familie die Wärme, die ihm selbst zu Hause oft fehlt.

Doch dann geschieht ein schreckliches Unglück und bringt alles durcheinander. Jillian versucht verzweifelt, die Scherben ihres alten Lebens aufzusammeln während Jonas die Veränderung zu begreifen sucht, die er auch zwischen ihnen spürt. Zu dieser Zeit hat der Mädchenschwarm Justin allerdings ebenfalls schon ein Auge auf Jillian geworfen. Und je näher sie ihm kommt, desto weiter scheint sie sich von Jonas zu entfernen ...
(Quelle: Amazon)





Dank der Eisermann-Challenge bin ich auf "Lass mich fliegen wie die Kirschbaumblüten" aufmerksam geworden. Das Cover gefällt mir sehr gut, allerdings finde ich Schrift unpassend und nicht optimal gemacht.
Aus dem Klapptext konnte ich nicht ganz lesen, in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, vermutete aber einen Machoarsch und eine Dreiecksbeziehung. Ich hasse Dreiecksbeziehungen, fand sie hier aber nicht so schlimm, da sie glaubwürdig war und kein typisches "Ach heute nehme ich den und morgen den und eigentlich liebe ich beide"-Blabla.
Zunächst zu den Charakteren. Jillian ist die Protagonistin der Geschichte, eigentlich eine sympathische Person die von allen gemocht wird. Sie scheint schon etwas zu perfekt zu sein. Jillian muss einen schweren Schicksalsschlag überwinden: Ihre Eltern sterben bei einem Autounfall.
Hier habe ich sehr ihre Trauer vermisst, für mich hat sie das ganze zu schnell verarbeitet. Hin und wieder ist sie traurig und fühlt sich überfordert, aber die meiste Zeit scheint sie nicht daran zu denken. Sie lebt die ganze Zeit allein in ihrem Haus, geht zur Schule und hat Dates. Vielleicht versucht sie damit auch nur ihre Angst zu verdrängen, aber mich hat ihr Verhalten nicht überzeugt.
Jonas ist Jillians bester Freund und Nachbar, unheimlich verständnisvoll und immer darauf bedacht, dass es Jillian gut geht. Das er sie insgeheim liebt möchte er sich und anderen nicht eingestehen. Mir tut er ziemlich leid, denn er muss immer zurück stecken und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Der dritte im Bunde ist Justin. Für mich ein typischer Justin: Arrogant, selbstverliebt und rücksichtslos. Ein Macho wie er im Buch steht, aber natürlich hat auch er seine guten Momente, diese sind allerdings ziemlich gut getarnt. Ich mochte ihn nicht, und ich verstand auch nicht was Jillian an ihn fand, aber wie sagt man so schön: Wo die Liebe hinfällt.
Der Verlauf der Geschichte war wenig überraschend, leider hat sie mich auch nach einer Weile etwas gelangweilt. Sie dreht sich im Kreis, es passiert nichts neues und zieht sich etwas. Nun, ich bin nicht der Typ für diese Art von Lovestorys, das zur Verteidigung des Buches.
Das Buch endet wie ich vermutet hatte, ich fand es schön, aber nicht herausragend.

Zusammenfassend kann ich sagen: Ich fand das Buch gut, es hat mich aber nicht extrem begeistert. Nach ca. 2/3 des Buches fand ich es leider eher fad und hätte mir Wendungen und Überraschungen gewünscht.

Ich gebe dem Buch eine eingeschränkte Leseempfehlung.
Für Fans eher seichter Lovestorys, mit wenig Drama und viel Gefühl, ein tolles Buch. Wer gerne Aktion und Wendungen hat wird hier nicht ganz auf seine Kosten kommen.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen