Freitag, 2. Juni 2017

[Rezension] Todesmarsch





   Todesmarsch   
( Stephen King )

Einzelband
Format: Taschenbuch
Weitere Formate: Ebook, Hardcover, Hörbuch
Seiten: 362
ET: 2013 / Neuauflage: 9. September 2013
ISBN: 3-453-20989-3 (Ausgabe von 2003)
ISBN: 978-3453436916 (Ausgabe 2013)
Verlag: Heyne





  Wettrennen in den Tod
Einhundert 17-jährige Amerikaner brechen jedes Jahr am 1. Mai zum Todesmarsch auf. Für neunundneunzig von ihnen gilt das wörtlich – sie werden ihn nicht überleben. Der Sieger dagegen bekommt alles, was er sich wünscht ...
(Quelle: Amazon)



 Vor Stephen King hatte ich immer großen Respekt, die Bücher sollen sehr gut, aber auch sehr gruselig sein. Die meisten sind auch noch ziemlich dick, daher habe mich lange nicht ran getraut. Auf Empfehlung habe ich nun "Todesmarsch" gelesen.
Der wirklich sehr knappe Klapptext klang sehr gut und spannend.

Kings Schreibstil (hier scheint er unter dem Pseudonym Richard Bachman zu schreiben) fand ich überraschend gut. Die Geschichte hatte mich sofort gepackt und die Zeilen und Seiten flossen nur so dahin.
Leider konnte mich der Inhalt nicht ganz so überzeugen wie der Schreibstil. Protagonist ist Ray Garraty, ein unscheinbarer 17-jähriger. Eine Beziehung konnte ich zu ihm nicht aufbauen, denn man lernt ihn nicht näher kennen. Hin und wieder erfährt man ein paar private Details aus seinem Leben, aber es bleibt sehr oberflächlich. Auch alle anderen Charaktere werden nur grob angeschnitten. Eine wirkliche Rolle spielt niemand der Personen, im Grunde hätte man keinen Namen kennen müssen.

Die Handlung in der Geschichte ist sehr überschaubar. 100 Jugendliche nehmen am Todesmarsch teil. Sie laufen ohne Pause, bis nur noch einer übrig bleibt. Der Gewinner bekommt alles, was er sich nur wünscht. Alle anderen werden auf dem Weg sterben. Es gibt mehrere Regeln in diesem Wettbewerb. Doch die wichtigste ist: Bleib niemals stehen! Drei Verwarnungen gibt es, hat man eine Verwarnung wieder gut gemacht. Verstößt du ein viertes Mal gegen die Regeln wirst du getötet, ohne Gnade und ohne Warnung.
Damit ist eigentlich die Handlung erzählt. Denn sie laufen nur und laufen und laufen. Mehrere Tage und hunderte Meilen.
Ich will nicht behaupten, dass das Buch langweilig war, durch den Schreibstil lässt es sich locker lesen. Auch der langsame Verfall der Teilnehmer, wie sie an ihre Grenzen und darüber hinaus kommen, war interessant. Aber ich habe nun 362 Seiten gelesen und kann zum Inhalt nur die drei Sätze aus dem Klapptext wiedergeben. Für mich ist das einfach zu wenig um eine wirkliche Leseempfehlung abzugeben.

Ich schwanke sehr zwischen 2 und 3 Zweigen, tendiere allerdings eher zu 2:
Dieses Buch hat leichte Schwächen, hat mich aber gut unterhalten.
Ich würde es aufgrund der geringen Handlung aber nicht unbedingt weiterempfehlen.





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