Donnerstag, 1. Juni 2017

[Rezension] Die Scanner






   Die Scanner   
( Robert M. Sonntag )

Einzelband
Format: Hardcover
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: Taschenbuch, Ebook
Seiten: 189
ET: 25. Juni 2013
ISBN: 978-3-596-85537-7
Verlag: KJB











Die Welt im Jahr 2035: Gedruckte Bücher, Zeitungen, Zeitschriften gibt es nicht mehr. Für Rob kein großes Problem. Er kennt es nicht anders. Er ist in einer vernetzten Welt aufgewachsen und arbeitet für einen Megakonzern, der jedes Druckerzeugnis, das er in die Finger bekommt, digitalisiert. So wird alles Wissen für alle zugänglich. Jederzeit! Und kostenlos! Ist doch prima, oder?

Aber dann gerät Rob in die Kreise einer geheimen Büchergilde. Einer verbotenen Organisation aus Pleite gegangenen Buchhändlern, arbeitslosen Autoren, Übersetzern, Journalisten und ausgemusterten Verlagsmitarbeitern. Und plötzlich sieht Rob sein Bild als Top-Terrorist in den Nachrichten auf allen TV-Kanälen. Im Kampf um Wissen, Monopolisierung und Macht ist er mit einem Mal der Staatsfeind Nummer eins.
(Quelle: Amazon)




"Die Scanner" hatte ich mir im Rahmen der Panem-Challenge gekauft und hätte nicht gedacht, dass sich so ein faszinierendes Buch dahinter versteckt.
Digitalisierung ist ja auch heutzutage ein großes Thema. Egal ob über Smartphone, Laptop oder Ebook-Reader, viele Informationen kriegt man heute schnell mit einem Klick. Lange Fahrtwege oder gar Öffnungszeiten muss niemand mehr beachten. Doch was wäre, wenn es die Alternative "(Print-)Buch" garnicht mehr gäbe? Für mich ein Albtraum.
Der Gedanke "Bücher für jeden. Kostenlos. Jederzeit" klingt unheimlich verlockend und erstmal nur positiv. Einige Leser beschweren sich immer wieder über die Preise von Ebook und Print, Bücher als Luxusgut. Da wäre eine Welt wie in "Die Scanner" doch traumhaft. Im ersten Moment scheint sie tatsächlich so, allerdings werden schnell auch die negativen Folgen gezeigt.
Unsere heißgeliebten Autoren würden völlig auf der Strecke bleiben, Schreiben ist eine Leidenschaft aber für Lau möchte es kaum jeder. Von den arbeitslosen Buchhändlern mal ganz abgesehen.
Doch welche weiteren Auswirkungen könnte eine solche Digitalisierung haben? Wer entscheidet, was wir sehen dürfen und was nicht, wer beobachtet uns dabei?
"Die Scanner" mag ein kurzes Buch für Jugendliche sein, doch es steckt soviel mehr dahinter. Es gibt eine sehr interessante Sichtweise auf die Dinge und regt zum Nachdenken an. Die Thematik ist großartig.
Leider muss ich dennoch Punkte abziehen. Die Charaktere, vor allem der Protagonist Rob, konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen. Manche Handlungen fand ich nicht nachvollziehbar und teilweise auch eher unrealistisch. Auch das Ende hat mich nicht so umgehauen, wie ich gehofft hatte. Schade, dieses Buch hatte viel Potenzial.







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