Donnerstag, 27. April 2017

[Rezension] Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb






   Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb   
(Clare Furniss)

Einzelband:
Format: Hardcover
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: Taschenbuch, Ebook, Hörbuch
Seiten: 267
ET: 28. Juli 2014
ISBN: 978-3-446-24626-3
Verlag: Carl Hanser Verlag











Gerade ist Pearl mit ihren Eltern umgezogen, damit Platz ist für das neue Baby. Da bricht, völlig unerwartet, ihre heile Welt zusammen: Die Mutter stirbt bei der Geburt der kleinen Rose. Und Pearl ist mit ihrem Stiefvater allein. Das heißt, nicht ganz allein, denn da ist ja noch das Baby – der Eindringling, der schuld ist am Tod ihrer Mutter. Es dauert seine Zeit, bis Pearl lernt, mit ihrer Trauer umzugehen und sich gestatten kann, zurück ins Leben zu finden. Zurück zu ihren Freunden. Sich vielleicht sogar zu verlieben. Und Rose als Teil ihrer neuen Familie zu akzeptieren …
(Quelle: Amazon)





"Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb" war ein Spontankauf bzw. -tausch.
Der Klapptext hatte damals mein Interesse geweckt. Das Cover finde ich allerdings wenig passend. Sicher könnte ich etwas hinein interpretieren. Ein Ei, aus dem ein Küken schlüpft, ähnlich wie ein Baby auf einmal auf der Welt kommt. Das "kaputte" Ei, das eine kaputte Familie darstellen könnte bei der ein Teil fehlt. Nun ja, man KÖNNTE etwas darin sehen, aber ganz nüchtern betrachtet kann ich ihm nichts abgewinnen.

Der Schreibstil der Autorin war flüssig. Besonders gut haben mir die einzelnen Abschnitte in Form der Monate gefallen, sie lassen den Titel wiederspiegeln.
Inhaltlich war das Buch gut. Eine berührende Geschichte, die eher düster und traurig ist. Pearl ist nicht unbedingt eine sympathische Protagonistin. Sie ist launisch, grundsätzlich gegen alles und macht damit nicht nur sich das Leben schwer. Da sie ihre Mutter so unerwartet verloren hat, sich nicht einmal verabschieden konnte, macht es ihr Verhalten aber nachvollziehbar. Mit der Zeit wurde es trotzdem anstrengend. Manchmal hätte ich sie schütteln und ihr "Wach auf!" ins Gesicht schreien wollen. Eine wirklich Entwicklung macht sie sehr lange nicht. Die Geschichte lässt sich aber trotzdem gut lesen und bleibt interessant.
Das Ende war wenig überraschend, aber in Ordnung. Es hat mich nicht so richtig vom Hocker gerissen.
Insgesamt handelt es sich bei "Das Jahr, in dem die Welt stehen blieb" um ein schönes und emotionales Buch, welches ein besonderes Thema fokussiert, allerdings ist der Funke bei mir nicht richtig übergesprungen.





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