Dienstag, 24. Januar 2017

[Rezension] Was fehlt, wenn ich verschwunden bin


 



Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
(Lilly Lindner)

Einzelband
Format: Taschenbuch
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 396
ET: 19. Februar 2015
ISBN: 978-3-7335-0093-1
Verlag: Fischer Jugendbuch






















April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.
 (Quelle: Amazon)





Dieses Buch weckte mein Interesse alleine schon aufgrund des Titels. Er klingt irgendwie philosophisch und traurig, damit spiegelt er das Buch sehr gut wieder.



Das Buch beschreibt die Geschichte zweier Schwestern. Während April in einer Klinik aufgrund ihrer Magersucht behandelt wird, sitzt Phoebe zuhause und vermisst ihre ältere Schwester schrecklich. Die beiden fangen an sich Briefe zu schreiben, wobei Aprils zunächst nicht bei Phoebe ankamen. Trotzallem schreibt Phoebe weiter um den Kontakt zu halten und damit sich, ihrer Schwester und der ganzen Familie zu helfen.



Die erste Hälfte der Geschichte besteht aus den Phoebes Briefen. Ich hatte meine Probleme mit der Protagonistin. Sie ist sehr jung, ihre Briefe sind auch teilweise kindlich geschrieben, der Inhalt ist es aber definitiv nicht. Teilweise sind die Sätze sehr ernst und fast schon philosophisch. Wirklich toll, aber ich kann ihr es nicht ganz abkaufen, obwohl sie im Buch als besonderes und ungewöhnlich wortreifes (ähnliche neue Worte werdet ihr im Buch finden) Kind beschrieben wird. Sie überzeugt mich leider nicht.

Die zweite Hälfte wird aus Aprils Sicht geschrieben. Man erfährt viel über die Kindheit der Schwestern, wenig über Aprils Erkrankung.

Was mich in den Büchern zunächst traurig gestimmt hatte, war das Verhalten der Eltern. Ich vermutete zunächst Überforderung, Angst und Trauer über den Klinikaufenthalt der Tochter und deren Prognose. Allerdings veränderte sich diese Traurigkeit in Wut als ich Aprils Briefe gelesen habe. Ich kann nicht verstehen, wie Eltern zu sein können.



Insgesamt fand ich das Buch gut. Obwohl ich während dem Lesen ein paar Tränen vergossen habe, hat es mich emotional nicht so sehr berührt, dass es mir länger im Kopf bleiben wird.

Die Krankheit bleibt mir zu sehr im Hintergrund, diese hätte mich mehr interessiert, und die Protagonisten waren mir teilweise zu sonderbar. Ich hatte mir mehr von dem Buch erhofft.








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