Samstag, 24. Dezember 2016

[Rezension] Anonym






Anonym
(Poznanski & Strobel)

Einzelband
Format: Hardcover
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: Ebook, Hörbuch
Seiten: 378
ET: 21. September 2016
ISBN: 978-3805250856
Verlag: Wunderlich
 






Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...

(Quelle: Amazon)









Gestaltung: Mir gefällt das Cover gut, sehr stimmig. Auch die Farben haben mich sehr angesprochen.

Schreibstil: Toller lockerer Schreibstil. Die Charaktere werden gut beschrieben und wirken echt.

Fazit: Dank der Empfehlung einiger Blogger und einer Buchhandlung habe ich mich für meinen ersten „Erwachsen“thriller von Ursula Poznanski und Arno Strobel entschieden.
Schon zu Beginn war ich von Schreibstil und Geschichte gefesselt. Im Gegensatz zu vielen Ermittlerpaaren sind diese beiden nicht alkoholabhängig und sozialinkompetent. Sicherlich haben beide ihre Eigenarten und Probleme, aber sie machen sympathisch und nehmen vor allem nicht einen Großteil der Geschichte ein.
Die Geschichte behandelt ein sehr interessantes und immer aktuelleres Thema: Anonymität im Internet und seine Folgen. Ich war teilweise schockiert, durch welche Belanglosigkeiten man auf die Todesliste kommen kann, andere Gründe konnte ich sogar ein wenig nachvollziehen. Doch der Gedanke, dass tatsächlich jemand dadurch brutal sterben könnte macht Angst. Vor allem ist das ganze Konzept doch gar nicht so fiktiv. Wer weiß, vielleicht gibt im World Wide Web bereits so eine Seite. Die Geschichte regt auch zum Nachdenken an. Wie schnell bewertet man etwas im Internet, stimmt ab, verteilt Likes und selbst bei den unwichtigsten Themen entstehen dann hitzige Diskussionen. Wie schnell verliert man Hemmungen, denn „es kann ja nichts passieren“ und „alles nicht real“, die möglichen Folgen vergisst man.
„Anonym“ ist ein spannender und fesselnder Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte.
Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet. Dies wird nicht mein letztes Buch des Autorenduos bleiben.



1 Kommentar:

  1. Hallo!
    Den neuen Thriller der Beiden muss ich auch unbedingt noch lesen! "Fremd" gefiel mir anfangs gut, aber wurde im letzten Drittel sehr unrealistisch! "Anonym" dürfte besser sein, was sich so aus den Bewertungen rauslesen kann...
    Ich wünsche dir ein schönes Weohnachtsfest!
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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