Montag, 12. September 2016

[Rezension] Alles, was ich sehe






Alles, was ich sehe
(Marei Lyn Curtis)

Format: Gebunden
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 423
ET: 18. März 2016
ISBN: 978-3-5515-6022-3
Verlag: Königskinder 



Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.
(Quelle: Carlsen)














Cover / Aussehen: Es braucht keine knalligen Farben um Aufmerksamkeit zu erreichen. Das eher schlichte Cover ging mir nicht aus dem Kopf. Die Frau mit den geschlossenen Augen steht symbolisch für die blinde Protagonistin, ich muss dabei an den Spruch „Augen zu und durch“ denken. Die Ornamente am Rand des Buches spiegeln sich nicht nur an den Seiten wieder, sondern auch am Buchdeckel. Das Zitat macht das Buch auch ohne Schutzumschlag zu einem Blickfang

Autor / Schreibstil: Ein sehr angenehmer Schreibstil, locker und überzeugend. Besonders die Charaktere werden gut dargestellt, man fühlt mit ihnen und lernt sie näher kennen. Die Geschichte wird nie langweilig.

Inhalt / Fazit: Die Geschichte eines blinden Mädchens zu lesen machte das Buch von Anfang an interessant. Vor allem da Maggie nicht blind geboren wurde, sondern aufgrund einer Infektion erblindete. Sie muss sich in einer bekannten und doch fremden Welt zu Recht finden. Die Freunde verschwinden, die Eltern kapseln sich ab. Maggies Leben wird komplett auf den Kopf gestellt und sie kommt nur schwer damit klar. Doch eines Tages geschieht das ungewöhnliche: Maggie kann sehen, nicht viel, nur einen kleinen Ausschnitt. Und dieser Ausschnitt bildet sich nur um Ben, einen 10jährigen Jungen. Maggie kann ihr Glück kaum fassen. Doch Ben ist mehr als nur ihre „Sehhilfe“, er wird ihr Freund und Stütze. Und sein Bruder Mason, so unverschämt er auch zu Maggie ist, interessiert sie mehr als sie sich eingestehen will. Doch die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung.
Genau diese Wendung hat die Geschichte auch gebraucht. Mit der Zeit fand sie etwas eintönig, ohne richtiges Ziel und dann kam der Schlag. Eine neue Erkenntnis, die die Geschichte in ein neues Licht rückt (Wortspiel :P ). Allerdings hätte ich mir diesen Höhepunkt etwas eher gewünscht, meiner Meinung war dieser Teil zu schnell abgehandelt. Dennoch eine schöne Geschichte, im Gedächtnis bleibt sie aber nur bedingt.
4 Sterne




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen