Samstag, 30. Juli 2016

[Rezension] Tanz auf Glas




Tanz auf Glas
(Ka Hancock)

Format: Hardcover
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: TB, Ebook
Seiten: 517
ET: 2. September 2013
ISBN: 978-3426653227
Verlag: Knaur








Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Als ihr Leben eine dramatische Wendung nimmt, wird die Kraft ihrer Gefühle einer harten Prüfung unterzogen. 
(Quelle: Amazon)







„Tanz auf Glas“ wurde mir als traurige und emotionale Geschichte empfohlen. Die beiden Protagonisten Lucy und Mickey sind beide vom Schicksal geprägt. Lucy leidet unter Brustkrebs, ihre Großmutter und Mutter starben beide an der Krankheit und Lucy und ihre Schwestern müssen jederzeit mit dem Ausbruch der Krankheit rechnen. Mickey leidet unter einer bipolaren Störung, Manie und Depression sind ein ständiger Begleiter. Trotz dieser Hürden wurden die beiden ein Paar. Eigentlich wollten sie nie ein Kind in diese Welt setzten, als Lucy dann überraschend schwanger wird, freuen die beiden sich trotzdem und entscheiden sich dafür.

Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben. Episoden aus der Vergangenheit, zb das erste Kennenlernen vermitteln die besondere Beziehung der Protas. Desweiteren geben Briefe aus Mickeys Sicht einen sehr guten Einblick in sein Krankheitsbild und sind wirklich informativ und authentisch. Die „eigentliche“ Geschichte wird aus der Erzählerperspektive beschrieben und hat vor allem Lucy im Blickfeld. Mickey ist eindeutig der interessantere Charakter, er ist einfach echt. Seine Rückfälle werden sehr detailreich beschrieben. Als Leser leidet man mit ihm mit und freut sich über seine positiven Momente.

Lucy dagegen ist sehr langweilig. Um andere Rezensenten zu zitieren „sie ist zu glatt“. Sie hat früh ihre Mutter an den Krebs verloren, sie und ihre Schwestern könnten ebenfalls jederzeit daran erkranken. Dennoch ist sie steht’s positiv, nie verzweifelt, nie wütend. Sie nimmt alles ziemlich gelassen und gefasst auf, zu gelassen. Egal ob ein Streit mit den Schwestern oder ein schlimmer Rückfall ihres Mannes, alles wird akzeptiert. Auch ihre Zweifel zur Schwangerschaft sind schnell über Board. Zukunftsängste? Hat sie kaum. Insgesamt macht das Lucy uninteressant und unsympathisch.

Nach 240 Seiten ist leider erst wenig passiert. Die restlichen Seiten habe ich nur quer gelesen, meine Lesemotivation war eher mau. Die Geschichte verläuft wie erwartet und auch das Ende war wenig überraschend. Ob die Charaktere eine Veränderung durchgemacht haben, kann ich natürlich nicht beurteilen.



  


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