Sonntag, 8. Mai 2016

[Rezension] Skinned





Skinned
(Robin Wasserman)

Band 1 von 3
Format: Gebunden + Schutzumschlag
Weitere Formate: Taschenbuch, Ebook
Seiten: 375
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2010
ISBN: 978-3-8390-0106-6
Verlag: Script 5









Lia Kahn ist reich, schön und beliebt – bis ein Unfall sie beinahe tötet. Im Krankenhaus wacht sie in einem perfekten, künstlichen Körper auf. Lia wird nie wieder Schmerz empfinden, sie wird nicht altern und nicht sterben. Doch der Preis dafür ist hoch: Ihre Freunde misstrauen ihr, ihr Freund betrügt sie und alles, was ihr wichtig war, wandelt sich in einen Albtraum.
Hin- und hergerissen zwischen dem Leben, das sie einmal kannte, und einer neuen, aufregenden Existenz, lernt Lia bald die bitterste Lektion: Niemand kann ihr die Entscheidung abnehmen, die sie treffen muss, um ihre Liebsten zu schützen.

(Quelle: Amazon)


 









Obwohl dieses Cover eher schlicht ist und wenig über den Inhalt verrät, hat es doch mein Interesse geweckt. Der Klapptext verspricht Spannung und Dramatik. Genau mein Geschmack.
Die Geschichte beginnt zunächst im Krankenhaus als Lia nach ihrem Unfall aufwacht, im neuen Körper. Diese Szenen wurden wirklich sehr gut beschrieben und ich konnte mich als Leser leicht hineinversetzen, gefangen im eigenen und doch fremden Körper.
Die nächsten Kapitel sind eine Rückblende und erzählen Lias altes Leben und wie es zum Unfall kam. Danach springt die Geschichte zurück in die Gegenwart.
Lia lernt man als eine gewöhnungsbedürftige Protagonistin kennen. Ein verwöhntes Kind, das alles bekam was sie wollte. Coole, oberflächliche Freunde und einen beliebten Freund. Sie lebte das perfekte Leben… bis jetzt… Kaum als „Maschine“ erwacht lernt sie, wohl das erste Mal, Abweisung und Ekel kennen. Ihre besten Freunde machen einen Bogen um sie, ihre Eltern wissen nicht mit der Situation umzugehen, ihre Schwester hasst sie. Und so hasst auch Lia ihren neuen Körper, sie möchte in ihr altes Leben zurück und muss nun mit Enttäuschungen leben.
Obwohl sich die Geschichte sehr gut lesen lässt, behandelt sie viele Klischees (wie ich finde) und ist zunächst eher 0815. Ich glaube in fast jeder Geschichte, bei denen sich der Protagonist „negativ“ verändert, geschehen diese Dinge: Unbeliebtheit, Freunde wenden sich ab, Freund verlässt Prota, ehemalig unbeliebte Schwester (in anderen Fällen auch oft die „beste“ Freundin) wird plötzlich zum Star und ersetzt die Hautperson in der Gesellschaft. Mich hat all dies wenig überrascht und meine Zweifel gegen dieses Buch wurden geweckt.
Allerdings hat sich das Weiterlesen gelohnt. Lia lernt neue Leute kennen.  Auden, den sie früher keines Blickes gewürdigt hätte, wird ihr guter Freund und Stütze. Und auch mit anderen Skinnern macht Lia Bekanntschaft, auch wenn sie ihnen nicht richtig traut.
Herausragend fand ich vor allem die letzten Kapitel, in denen die Geschichte eine große Wendung nimmt und den Leser ra(s)tlos zurück lässt. Ich persönlich stehe vor einer Leere, es gibt tausend Möglichkeiten wie die Geschichte weiter gehen könnte, es gibt praktisch keinen Hinweis. Und genau das macht die Geschichte jetzt so spannend. Ich bin gespannt was mich in Band 2 erwarten wird.

 














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