Montag, 11. April 2016

[Rezension] Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben





Ziemlich gute Grüne, am Leben zu bleiben
(Matt Haig)

Format: Gebunden + Schutzumschlag
Weitere Formate: Ebook, Hörbuch
Seiten: 298
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
ISBN: 978-3423280716
Verlag: dtv
 
 









Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig

(Quelle: Amazon)






Im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde durfte ich dieses Buch lesen. „Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben“ klang sehr positiv und ich versprach mir ein witziges und schönes Buch. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Dieses Buch ist kein Roman, es ist eher ein Sachbuch, eine Erzählung mit vielen Fakten. Matt Haig erklärt die Kennzeichen seiner Depression, seine Gefühle und sein Leben. Dabei bekommt man als Außenstehender ein ganz anderes Gefühl für das große Wort „Depression“. Ich konnte mir vorher eher wenig darunter vorstellen, doch nun habe ich einen anderen Blick dafür. Ich vermute, dass auch ich (und fast jeder andere) schon mal eine zeitweilige Depression erlitten hat, man erkennt es vielleicht nur nicht als solche. Auch sehr viele Stars leiden unter Depressionen. Manche Menschen überwinden diese, andere stecken zu tief darin und schaffen es nicht ohne fremde Hilfe. Matt Haig nimmt den Leser auf eine Zeitreise in seine Vergangenheit und ich empfand sehr viel Verständnis für seine Taten und Gefühle. Er zeigt aber auch, dass man sich an den kleinen Dingen im Leben erfreuen soll, denn diese Dinge machen das Leben lebenswert. Besonders gut gefallen haben mir die Aussagen Betroffener unter dem Hashtag #reasonstostayalive. Hier erklären diese, welche Dinge ihnen Kraft zum weiter machen geben. In manchen Fällen sind dies „normale“ Dinge wie Familie und Freunde, aber auch ungewöhnliche Dinge „Ich war immer noch nicht in Island, wo meine Asche verstreut werden soll“ können Kraft zum Weitermachen geben.
Dieses Buch ist nichts für zwischendurch, es hat mehr Tiefgang, als es zunächst scheint und ist noch eher schwere Kost. Da ich mir eher einen positiven Roman erhofft hatte, vergebe ich 3,5 Sterne.
Vielen Dank an Lovelybooks für diese besondere Leserunde.







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