Dienstag, 15. März 2016

[Rezension] Einfach unvergesslich






Einfach unvergesslich
(Rowan Coleman)

Einzelband
Format: Broschiert
Weitere Formate: EBook, Hörbuch
Seiten: 409
Erscheinungsdatum: 11. August 2014
ISBN: 978-3-492-06001-1
Verlag: Piper









Neuerdings weiß Claire nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuß gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heißt, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiß, dass das nicht normal ist. Doch das Leben ist zu kurz, um Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzte Erinnerung verblasst, all die großen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt. Dabei gibt es noch so viel zu erledigen: Sie muss sich mit ihrer Tochter versöhnen und ihrem Mann zeigen, wie sie die Lieblingslasagne ihrer Kinder zubereitet. Sie muss ein letztes Mal leben, frei sein, sich vielleicht auch neu verlieben. Denn das Leben ist eine Wundertüte. Und wenn die Zeit davonrennt, ist jede Minute kostbar.
(Quelle: Amazon)





>> Mein Kopf ist eine Wundertüte<<, dieser Satz beschreibt die Geschichte von Claire in einem Satz. Die Ehefrau und Mutter zweier Kinder erkrankt Aufgrund ihrer Gene an frühzeitlichem Alzheimer. Während ihr zu Beginn nur Kleinigkeiten entfallen, steigern sich die Lücken von Monat zu Monat. Ihr Mann ist ihr plötzlich fremd und immer wieder erlebt Claire Blackouts, weiß von einen zum anderen Moment nicht wo sie sich befindet bzw. was sie eigentlich wollte. Darunter leidet ihre ganze Familie. Doch diese gibt Claire nicht auf und auch Claire selbst kämpft. Sie möchte solange wie möglich für ihre Familie da sein. Tag für Tag muss die Familie gegen die unheilbare Krankheit kämpfen und sich neuen Situationen stellen. Mal ist die Hauptprotagonistin im Besitz ihrer vollen geistigen Kräfte, am nächsten Tag benimmt sie sich wie ein kleines Kind.
Die Geschichte steckt voller trauriger und lustiger Momente. Ich bewundere die Familie, die Claire nie im Stich lässt, obwohl sie gegen Windmühlen kämpfen. Ich bewundere vor allem Greg, der seine Frau immer noch liebt, obwohl sie ihn als erstes vergisst. Und ich bewundere vor allem Claire, die nicht auf gibt, immer wieder für ihre Familie da ist und versucht gegen die Krankheit zu kämpfen.
Rowan Coleman hat hier einen sehr emotionalen Roman geschaffen, der wieder einmal zeigt, wie kostbar das Leben ist und wie schnell sich alles ändern kann.
Besonders gefallen hat mir das Ende, denn dieses kam wirklich überraschend und ich habe mich richtig gefreut. Natürlich kann so eine Geschichte nicht mit einem typischen Happy End enden. Denn leider gibt es noch kein Mittel gegen Alzheimer, aber die Autorin hat es trotzdem geschafft, den Leser mit einem guten Gefühl zu entlassen.





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