Donnerstag, 25. Februar 2016

[Rezension] Albertos verlorener Geburtstag

Albertos verlorener Geburtstag
(Diana Rosie)

Einzelband
Format: Gebunden + Schutzumschlag
Weitere Formate: Ebook
Seiten: 333
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2016
ISBN: 978-3-426-65393-7
Verlag: Knaur

 

Der 7-jährige Tino ist erschüttert, als er erfährt, dass sein geliebter Großvater Alberto nicht weiß, wann er geboren ist, und deshalb noch nie Geburtstag gefeiert hat. Dabei ist das doch der eine, wundervolle Tag, der einem allein gehört und an dem man sich so sehr geliebt fühlt! Nur hat Alberto als Kind im spanischen Bürgerkrieg sein Gedächtnis verloren, und damit auch dieses besondere Datum. Nie hat er nach Spuren seiner Vergangenheit gesucht, aber jetzt, am Ende seines Lebens, überredet Tino ihn zu einer Reise quer durch Spanien, zurück zu jenem Waisenhaus und den Menschen, die vielleicht mehr über Alberto wissen könnten als er selbst.
(Quelle: Lovelybooks)






 Als ich mich für die Leserunde bei Lovelybooks beworben hatte, dachte ich, dieses Buch wäre eine schöne ruhige Geschichte um einen alten Herrn. Schön war sie wirklich, aber es steckt noch so viel mehr in diesem Buch. Die Geschichte steckt voller Emotionen, hat viele traurige Passagen aber auch fröhliche Momente und vor allem vielen lehrreichen Abschnitten. Die Geschichte um den alten Alberto und seinem Enkel Tino ist herzergreifend.  Alberto, der im Krieg aufgewachsen ist, wurde ohne Gedächtnis ins Waisenhaus gebracht, sein Leben entwickelte sich trotz Schicksalsschlägen gut. Dennoch blieben wichtige Dinge auf der Strecke und so wusste er all die Jahre nicht wann er eigentlich Geburtstag hat. Nun begeben sich die beiden auf die Suche und entdecken dabei so viel mehr.
Die Geschichte spielt abschnittsweise in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Verschiedene Personen geben Einblick in die Geschichte Albertos. Zu Beginn wirken die Abschnitte ohne weitere Bedeutung, aber mit der Zeit fügt sich alles zusammen. Der Leser wird Teil vieler verschiedener Geschichten, und Alberto ist immer ein Teil davon. Das Ende war wie erwartet und doch überraschend. Sehr emotional und hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, locker aber nicht anspruchslos. Diana Rosie erzählt sehr bildhaft und verliert sich nicht in unnötigen Wiederholungen. Lediglich die Kapitel waren mir auf Dauer etwas zu lang.


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